13. Dezember 2006

Gemüse - entstellt bis zur Schmackhaftigkeit

Unsere Lieblingsaktivität mit oder gegenüber Gemüse fast jeder Art ist es, die zu Beginn der Prozedur gesunden Dinger solange zu bearbeiten bis ein schmackhaftes Gericht rauskommt, nur halt auf Kosten des Anteils an Gesundem.

Beispiele von letztem Wochenende:

Gefüllte Melanzani / Stuffed AuberginesGefüllte Melanzani
Melanzani in Hälften schneiden und anritzen, im Rohr aufwärmen bis sie fast durch sind und dann das Innere ("Fleisch") rausschaben; mit Lammfaschiertem, Ei, Salz, Pfeffer, Piment und sonstigen Gewürzen al gusto vermischen. Feta o.ä. dabei nicht vergessen. Die ausgehöhlten Melanzani-Hälften dann mit der Masse füllen/beladen und auf gutes Bett von Paradeis-Sauce betten (letzteres einfach eine Flasche Polpa mit Olivenöl erhitzt), und ab ins Rohr.


Gratinierter Fenchel / Fennel au gratin
Überbackener Fenchel
Nicht annähernd so entstellt wie oben, weil das sündige hier einfach ein bisserl Olivenöl und ein bisserl Parmesan ist. An sich is es nur gekochter Fenchel mit 2 klein geschnitten geschnittenen Paradeisern und gut Parmesan überbacken. Noch recht gesund.


Weinkraut/Süßkraut

Und weil auch wiedermal ein Krauthappl in der Gemüsebox war, hab ich natürlich die ungesündeste Form der zubereitung gewählt: Weinkraut oder auch Süßkraut; hat immerhin hohen Öl- und Zuckeranteil (verglichen mit Sauerkraut oder Krautsalat); und außerdem gehören da einfach Knödel oder Gansl o.ä. dazu. Auch nicht unbedingt ein Diätfutter.

2. Dezember 2006

Hinterhofgansl

Anfang dieser Woche hatte ich ein Treffen mit meinen tschechischen, slowakischen und ungarischen Kollegen in Bratislava.
Am Abend sind wir in ein umliegendes Bauerndörflein names Slovensky Grob gefahren, wo wir in einem Hinterhof leckerste Gansln (und vorab Gänseleber) gegesssen haben.

Klingt jetzt reichlich ominös, war aber total lecker. Ziemlich saftige Gansln, nur heißt bei Gansl saftig leider auch meistens fett. Was beim Essen selbst weniger störend ist, als in der Nacht danach.

Dennoch sehr sehr lecker.
Btw: auf google maps hier sieht man den auch in den Niederungen Ostösterreichs häufigen Straßendorfcharakter dieses Dörfleins hervorragend.

19. November 2006

Am Weg zum perfekten Roastbeef

Heute haben wir wieder einen wichtigen Schritt am Weg zum "Perfekten Roastbeef" gemacht.
Noch nicht ganz perfekt, aber wir pendeln uns ein.

Die heutigen Parameter:
  • ca 1.2kg Beiried, schönes Fettrinderl oben
  • Sparsam salzen & senfen.
  • Rohr auf 230° vorgeheizt, Fleisch hinein und auf 180° stellen; 30min drinnen lassen.
  • Dann auf 140° runter, Rohr kurz offen lassen, damits wirklich abkühlt.
  • Weitere 27min "garen" lassen. Kerntemperatur war 62°.
  • Fleisch raus und 30min rasten lassen (in Alufolie).

RoastbeefWar doch ein wenig bis eindeutig zu durch, aber wunderbar saftig.
Scheinbar müssen die Standardregeln (15min pro 500g) bei kleinen Stücken doch angepaßt werden. Man kann halt nicht immer 3-4 kg machen.

Wichtig Erkenntnis auch: Die Empfehlung, das Fleisch vorher sehr kurz auf allen Seiten in der Pfanne anzubraten - ist nicht notwendig; wir haben's bis jetzt immer gemacht, heute war's genauso saftig wie sonst. Es reicht wirklich, das Rohr schön heiß zu haben.

Der nächste Versuch wird statt 140° in der Garungsphase einfach nur Niedertemperatur haben; dafür war heute leider nicht die Zeit.