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14. September 2014

Drei feine Biere

Ich will ja nicht von Entdeckungen sprechen, aber für mich waren die folgenden drei Biere, die ich diesen Sommer kennen lernen durfte, neu. Und phantastisch! Die Reihenfolge ist rein chronologisch, und spiegelt keine Rangordnung wider.

1. Rieder Weiße
Konkrete Ausprägung, die ich genossen habe, war die Dunkle Weiße  (was für ein Oxymoron). Gefunden in einem normalen ADEG in Wolfgangseenähe, im Wiener Raum hab ich das noch nie gesehen, leider.



2. Hoangarten
Gibt's - wie's scheint - nur in einem kleinen Umkreis um den Attersee, ist aber genau "mein" Bier: das Hoangartenbier.
Ungefiltert/trüb und schön bernsteinfarben.
Schmeckt wie's aussieht ... ich weiß, das heißt eigentlich nix, aber wenn man das Bier im Glas vor sich hat, bekommt der Satz dann doch seine Bedeutung.

Freundlicherweise verraten sie auf der Homepage die wenigen Ausschankstellen.

3. Erzbräu
Dort wo in Niederösterreich endlich die Berge anfangen, gleich hinter Gaming also, liegt das Erzbräu. Und abgesehen von einem wirklich guten Weißbier, haben sie - guess what - ein schön bernsteinfarbenes trübes Bier... Mehr brauch ich wohl nicht mehr sagen.

Irreführenderweise - oder um es als Geheimtipp zu behalten - nennen sie es Schwarzer Graf. Das liegt aber daran, dass es eine gleichnamige lokale Sagengestalt gibt.
(Das dunkle Bier hingegen heißt Schwarzer Peter...duuh)
An Samstagen gibt es deren Bier am Karmelitermarkt in Wien.




19. Juli 2010

Der jährliche Floh

Leider war schon wieder ein Jahr zwischen dem letzten Flohbesuch und dem "diesjährigen".

Überrascht hat uns der Kellner mit dem Hinweis auf allerlei Gereichte vom Mangalitza-Schwein.
Da mussten wir zuschlagen, obwohl wir eigentlich ja schon (für uns) gewählt hatten.
Zusätzlich kamen also noch jeweils eine kleine Portion der
  • G'rösten Nierndln Mangalitza-Schwein und  
  • G'rösten Leber Mangalitza-Schwein 
als kleine Vorspeisen dazu.

Sonst gab's für uns:
  • Wilde Helene - Jungzwiebel-Eierschwammerln a la creme mit gebratenen Butter-Serviettenknödeln
  • Floh-Fejoada - Ragout vom Hausschwein mit Eierschwammerln und Waldviertlerknödeln .. .sehr deftig gewürtzt
  • Slow fish - Lauwarme Seeforelle & Mangaliza[1]-Lardo mit Radieschen-Schafgarbe-Tartar
  • Little Red Corvette - kalte Gemüsesuppe von Paradeis&Paprika mit mariniertem Huchen[2] - mit einer kleinen roten Matchbox-Corvette... so liab... und Chili in 3 Abstufungen... g'rad richtig scharf
Zum Abschluß sehr gute Lavendel-Crème brûlée [3] und Zwetschkensorbet mit Hollermannl ... warum das "Falco" heißt, entzieht sich meinen Vermutungen.

Hoffentlich früher als in 12 Monaten wieder... aber das sag ich auch jedes Jahr.
--
[1] schon wieder
[2] klar, so dicht an der Donau
[3] aber eben nicht die bäste.

7. Juni 2010

Oase in Wiener Neudorf

Die Fabrik aus Vösendorf hat eine Dependance in Wr. Neudorf am Kahrteich, die Oase. Sind eindeutig als ziemlich eng verwandt zu erkennen; zeimlich gleiche/ähnliche Karte, ordentliche Portionen, gutes Bier ("Rotes Zwickl").... Im Gegensatz zur Fabrik aber am Wasser... was an einem feinen Sommertag wie heute wirklich nett ist.

Einzig die freizügige Zurschaustellung wohlgenährter Bierbäuche älterer Badegäste vom Kahrteich ist eher appetitzügelnd...

11. Juli 2009

Floh again

Donnerstags haben wir den alljährlichen Floh-Besuch in Langenlebarn absolviert. Peinlich, dass wir das nur 1x im Jahr schaffen, die Schlagzahl muss unbedingt erhöht werden.
Zum Niederknien gut waren die "Marinierten Forellenfilets mit lauwarmem Kaninchenrücken mit Mangold" (und dem Floh-eigenen Salz) als Vorspeise - genannt "Wasser & Wiese". Ebenso herrlich das lauwarm marinierte Schweinsbraterl...

Ganz hervorragend auch das "Vitello" - ein Kalbsrücken mit lauwarmer Schnittlauchsauce[1] und violetten Erdäpfeln. Ehrlich die Steinpilz-Gnocchi - hier geizt der Floh mit den Steinpilzen definitiv nicht!

Der Käse zum Schluss ("Stall Duell") war zwar nicht sehr viel, aber sehr gut, und ein feiner Kontrast zwischen Kuh, Schaf und Ziege (daher ja Duell). Dass mir dazu extra ein guter kräftiger Sauvignon Blanc geöffnet wurde, spricht auch nur für den Service... ist nicht selbstverständlich.

Und dazu eine extrem umfangreiche österreichische Weinkarte.


Restaurant in Tulln: Der FlohDer Floh
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[1] giftgrüner

29. Juni 2008

Der Floh in Langenlebarn

Um dem Euro2008 Finale zu entkommen, sind wir gen Langenlebarn gezogen und haben beim Floh Station gemacht.
Super gemütlich, herrlich (ambitionierte) Küche.
Vorspeisen (Löwenzahnsalat mit Krebsen, Geschmorte Kaninchenterrine mit Waldviertler Leinöl), Pasta (Steinpilz-Gnocchi, Kaninchen-Ravioli) sind hervorragend, der Fisch (Saibling mit etwas zu "zestigem" Gartenkräuter-Kapern-Limonenrisotto) perfekt - und alles gut gewürzt. Gerne scheint "der Floh" ja Kräuter zu haben.

Nächstes Mal Fleisch ausprobieren!

(Sehr nett find ich ja, dass er einige Rezepte tatsächlich online gestellt hat.)

26. April 2008

Stockerwirt

Nach Jahren waren wir gestern wieder einmal beim Stockerwirt in Sulz – genaugenommen eher zwischen Sulz und Sittendorf. Meine geröstete Kalbsleber war hervorragend, der Lammrohschinken davor auch. Das Waldviertlerschnitzel und Backhendl der Kinder ebenfalls.

Nachspeisen (Cremeschnitten, Flüssiger Schokoladekuchen) und Schnapsauswahl stimmen auch. Bier (Budweiser, Murauer, Ottakringer Zwickl) ist auch wunderbar vorhanden, aber ...

... die Karte ist eher klein und ohne viel Auswahl. Jetzt in der beginnenden Spargelsaison merkt man das noch stärker, weil die Tageskarte fast ausschließlich Spargel ist.

Gut, aber für mich nur zweite Wahl.

2. Juli 2007

Zum Roten Wolf

Die Kindern sind ferienbedingt nicht zu Hause, das gibt uns die Gelegenheit, mehr auszugehen, und Lokale und Lokalitäten aufzusuchen, in denen wir sonst mit 8jährigen weniger entspannt wären.

Gestern ging's nach fast 9 Jahren (das letzte Mal war knapp vor Geburt der Kinder) zum Roten Wolf in Langenlebarn. Das liegt ja von uns „nur überm Berg“ aber wir fahren ja (siehe „9 Jahre“) trotzdem nicht einfach rasch mal hin – normalerweise.

Ein Fehler, und was heißt schon „ normal“.

„Normal“ ist außerdem beim Roten Wolf schon gar nix – und erst recht nicht gestern: durch das Zusammentreffen von doppelter Absage von anderen Gästen, heißem Wetter und Ferienbeginn waren wir die einzigen Gäste, und hatten daher die 100%ige Aufmerksamkeit des Chefs, entspannt & locker (aber das ist er immer) – gemütlich.

Vorspeisig:

  • Trüffelpolenta – da kann Karin natürlich nicht nein sagen, angenehm sanft getrüffelt.
  • Jungrind-Eierschwammerl-Tartare für mich – sehr frisch.

Darauf folgte hauptgängig:

  • Maibock mit Schwammerl bei Karin
  • Lamm in Olivenkruste mit Paradeiserpolenta bei mir.

Dazu einen Blaufränkischen vom Igler.

Wir haben uns jedenfalls vorgenommen, keine weiteren 9 Jahre vergehen zu lassen. Leider hilft uns die hervorragende Bahnverbindung (der Rote Wolf liegt direkt beim Bahnhof Langenlebarn, von z.B. der Spittelau in Wien ist es daher ein Katzensprung, der dem Weinkonsum zu gute käme, aber leider wohnen wir dazu falsch).